Oxidativer Stress: enzymatische Detoxifizierung von reaktiven Carbonylverbindungen in einfachen Modellorganismen und im Menschen

Reaktive Carbonylverbindungen können im Körper gebildet werden oder als Fremdstoffe, z. B. mit der Nahrung, aufgenommen werden. Als Elektrophile entfalten sie ihre Schadwirkung indem sie sich an molekulare Zellbestandteile, u. a. Proteine und Enzyme, DNA oder ungesättigte Fettsäuren von Zellmembranen addieren. Wenn die Kapazität der körpereigenen Entgiftungsmechanismen überschritten wird, spricht man von oxidativem Stress.

Besonders empfindlich sind in diesem Zusammenhang die Zellen des Nervensystems. Zur Klärung der Rolle von Carbonylreduktasen im Menschen bei der enzymatischen Entgiftung werden Modellorganismen (Bakterien, Daphnien, Säugerzellen) genutzt und die Induktion entsprechender Gene mit molekularbiologischen Methoden untersucht.

  GC-MS/MS