Aldo-Ketoreduktasen und kurzkettige Dehydrogenase-Reduktasen als enzymatischer Schutzmechanismus vor Tabakrauch-induziertem Lungenkrebs

Zigarettenrauchen ist mit Abstand der größte Risikofaktor bei der Entstehung von Lungenkrebs. Aus der Vielzahl der im Tabakrauch gefundenen Kanzerogene, sticht das NNK (Nicotine-derived Nitrosamine Ketone = 4-Methylnitrosamino-1-(3-pyridyl)-1-butanon) als das vermutlich potenteste davon hervor. NNK ist ein Pro-Kanzerogen, das durch Cytochrom P450-Enzyme aktiviert wird, während es durch Reduktasen entgiftet wird. Der erste Schritt dazu führt über die Reduktion der Carbonylgruppe, katalysiert durch Enzyme der Enzymsuperfamilien der Aldo-keto Reduktasen (AKR) und kurzkettigen Dehydrogenase-Reduktasen (SDR). Sie werden im Institut intensiv durch molekularbiologische und biochemische Methoden untersucht.

Im Menschen sind viele dieser Enzyme an der Modifikaktion von Steroidhormonen beteiligt. Wir konnten zeigen, dass weibliche Sexualhormone Inhibitoren der NNK-Reduktion sind. Dies könnte eine Erklärung dafür sein, dass unter Zigarettenrauchern Frauen vermutlich ein höheres Risiko haben an Lungenkrebs zu erkranken als Männer.

  GC-MS/MS