Das Cortisol-aktivierende Enzym 11β-HSD1 an der Schnittstelle zwischen Metabolischem Syndrom und Entzündung

Das Metabolische Syndrom ist gekennzeichnet durch Bluthochdruck, erhöhte Triglyceridgehalte im Blut, Fettleibigkeit und Insulinresistenz. Es ist neben dem Rauchen ein wesentlicher Faktor bei der Erkankung arterieller Gefäße.

Als wichtiger Faktor der Pathogenese hat sich das Enzym 11β-Hydroxysteroid-Dehydrogenase Typ 1 (11β-HSD1) herausgestellt. Die 11β-HSD1 trägt zur intrazellulären Glucocorticoid-Wirkung bei, indem sie inaktives Cortison in seine rezeptoraktive Form Cortisol umwandelt. Durch die immunsuppressive Wirkung von Cortisol greift sie damit auch in das Entzündungsgeschehen ein.

Die 11β-HSD1 wurde erstmals aus humaner Leber gereinigt und charakterisiert. Zur Aufklärung ihrer Rolle an der Schnittstelle zwischen Metabolischem Syndrom und Entzündung wurde ihre Expression und Aktivität in verschiedenen Geweben von Maus und Schwein nach Fütterungsstudien in einer interdisziplinären Zusammenarbeit untersucht.

  GC-MS/MS