Biomonitoring von Munitionsversenkungsgebieten in Nord- und Ostsee

Munition im Meer-Rendergrafik> <figcaption> Grafik by <a  data-cke-saved-href=Freisetzung sprengstofftypischer Verbindungen aus einer durchgerosteten Seemine. Autor:H.-J. Martin

Munition im Meer stellt ein bedeutendes Problem für den Gesundheitszustand des Ökosystems Meer dar. Besonders in den letzten Jahren konnten wir jedoch in mehrere nationale wie auch internationale Forschungsprojekten durch die erzielten Ergebnisse die Bedeutung dieser Arbeiten für Mensch und Umwelt in Politik und Öffentlichkeit weiter in den Fokus rücken.

Im Teilprojekt ÖkoToxEMM des Projektes UDEMM wurde von uns ein ökologisch-toxikologisches Biomonitoring für die Emission von sprengstofftypischen Verbindungen (STV) aus Munition im Meer entwickelt. Hierbei werden Miesmuscheln (Mytilus spp.) als akkumulierende Biosensoren benutzt. Ziel war die Etablierung eines wissenschaftlich fundierten Langzeit-Monitoring-Programms, welches eine umweltschonende Beseitigung im Meer versenkter Kampfmittel begleitet sowie den Schutz des betroffenen Ökosystems sicherstellt. Das erfolgreich entwickelte Biomonitoring mit Miesmuscheln ist mittlerweile fester Bestandteil neuer Forschungsprojekte geworden.

Munitonsbelastete Gebiete der Deutschen Nord- und Ostsee

https://www.amucad.org/map

Informationen zur Lage der munitionsbelasteten und Munitionsverdachts- flächen (nicht nur) in Nord und Ostsee finden Sie auf der Seite AmuCad der EGEOS GmbH (ebenfalls Partner des North Sea Wrecks Projekts).

Quellen

[1] J.S. Strehse, D. Appel, H-J. Martin, E. Maser, Biomonitoring of 2,4,6-trinitrotoluene and degradation products in the marine environment with transplanted blue mussels (M. edulis), Toxicology 390 (2017) 117-123.